Anforderung Vergabeunterlagen / Teilnahmeantrag:
Extra-Kosten Versand VU (EUR)
beim Auftraggeber (extern):
Leistungstext:
Art und Umfang des Auftragsgegenstandes:
Die Vergabe erfolgt analog der Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen (VOF, Ausgabe 2009), jedoch außerhalb des förmlichen EU-Vergaberechts, für folgende Leistungen:
Ingenieurleistungen zur Sanierung des Projektes Sedra, Wiesbaden - ehemalige chemische Fabrik Biebrich. Die Leistungen umfassen Maßnahmen zu Detail- und Sanierungsuntersuchungen, zum Rückbau von Gebäuden sowie zur Sanierung der auf dem Standort vorliegenden Boden- und Grundwasserkontamination und zur Entsorgung.
Folgende Leistungen sind Gegenstand der Ausschreibung:
- gutachterliche Leistungen (Detailuntersuchung nach § 2 (4) und § 3 Absätze 5 und 6 BBodSchV sowie ggf. Sanierungsuntersuchungen nach § 6 und Anhang 3 der BBodSchV), welche im Vorfeld der Sanierungsplanung zu erbringen sind,
- Leistungen zur Sanierungsplanung nach § 6 und Anhang 3 der BBodSchV (orientieren sich an den Leistungsbildern der §§ 33 und 42 der HOAI).
Auf dem Grundstück in der Gemarkung Biebrich, Flur 4, Flurstück 108/5, Rheingaustraße 75-79 in Wiesbaden wurde in der Zeit von 1885 bis 1966 eine Teeröldestillationsanlage zur Produktion bituminöser Straßenbaustoffe von der chemischen Fabrik Biebrich, vormals Seck & Dr. Alt GmbH, betrieben. Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgte die Erweiterung als Asphalt- und Dachpappenfabrik. Die Teeröldestillation ging ab 1945 kontinuierlich zurück und wurde im Jahr 1964 eingestellt. In den späteren 1950er Jahren erfolgte die Verarbeitung von Bitumen als Vergussmassen, die bis in die 1990er Jahre dokumentiert ist.
Die orientierenden Untersuchungen auf dem Standort wurden auf Grundlage der historischen Recherche 2003/2004 durchgeführt. Die Ergebnisse belegen erhebliche Bodenbelastungen mit teerölspezifischen Schadstoffen PAK, BTEX, MKW und Phenolen, die bis in die gesättigte Bodenzone reichen. Die PAK zeigen auf dem Gelände maximale Konzentrationen von 19.800 mg/kg. Die BTEX-Aromaten sind mit maximal 360 mg/kg nachgewiesen. Die MKW- und Phenolkonzentrationen liegen auf dem Gelände mit maximalen Werten von 18.200 mg/kg und 1.300 mg/kg vor.
Im Rahmen der vertiefenden Untersuchungen wurden 6 Grundwassermessstellen errichtet. Auf dem Grundstück lagen im Jahr 2005 maximale Grundwasserbelastungen von 8.100 μg/L PAK (GWM 4) und 3.100 μg/L BTEX (GWM 4) vor. Im weiteren Abstrom wurden 2009 maximale PAK-Gehalte von 9.400 μg/L (GWM 6) analysiert. Die maximalen BTEX-Gehalte im Abstrom wurden 2005 mit 7.500 μg/L (GWM 3) nachgewiesen. In der Bodenluft wurden im Rahmen der orientierenden Untersuchungen maximale BTEX-Konzentrationen von 880 mg/m3 nachgewiesen. In der Zeit von Juli 2008 bis Dezember 2009 wurde eine Bodenluftsanierung durchgeführt. Es konnten während der 17-monatigen Betriebsphase rund 350 kg BTEX aus der ungesättigten Bodenzone entfernt werden.
Weitere Sanierungsmaßnahmen erfolgten bislang nicht.
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Hauptgegenstand:
71000000 Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
Ergänzende Gegenstände:
71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros
71313000 Umwelttechnische Beratung
71317200 Dienstleistungen im Bereich Gesundheitsschutz und Sicherheit
71319000 Gutachterische Tätigkeit
71320000 Planungsleistungen im Bauwesen
71330000 Verschiedene von Ingenieuren erbrachte Dienstleistungen
71350000 Wissenschaftliche und technische Dienstleistungen im Ingenieurwesen
71352000 Untergrunduntersuchungen
PLZ-Gebiet:
65 - Wiesbaden, Limburg an der Lahn, Rüsselsheim, Frankfurt am Main-West
Art des Auftraggebers:
Öffentlicher Auftraggeber
Kurzbeschreibung/Los:
Ingenieurleistungen zur Detail- und Sanierungsuntersuchung
Bemerkung Anforderung:
Bewerbung zur Teilnahme an der Ausschreibung: bis 07.12.2011 um: 10:00
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