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HANNOVER MESSE: Carbonbeton als Best-Practice-Beispiel für den Leichtbau in Deutschland

Weniger Gewicht, weniger Energie und weniger CO2-Emissionen gehören zu den wich-tigsten Zielen des Leichtbaus. Deutschland hat das Potenzial dieser Schlüssel-techno-logie erkannt.
Zur Bewältigung der globalen Herausforderungen – Ressourceneinsparung und Ener-gieeffizienz auf der einen Seite sowie Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit auf der an-deren Seite – bedarf es innovativer Beispiele aus der Praxis. „Die Ressourcen werden von Jahr zu Jahr knapper. In der Zukunft werden nur noch Produkte auf dem weltwei-ten Markt erhältlich sein, die mit sehr viel weniger Ressourcen produziert werden können. Wenn Deutschland zu den Ländern gehören will, welches in Zukunft noch ei-gene Produkt herstellen und exportieren möchte, muss es jetzt zwangsläufig auf den Leichtbau setzen. Hier führt kein Weg daran vorbei.“ – so Frank Schladitz, Vertreter des Vorstandes im weltweit größten Bauforschungsprojekt C³ - Carbon Concrete Com-posite e. V.
Über 160 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft entwickeln im Rahmen des C³-Projektes einen neuen Materialverbund aus Carbonfasern und Hochleistungs- beton, den sogenannten Carbonbeton. Durch den Einsatz von nichtrostenden Carbon-fasern kann die Lebensdauer bestehender Bauwerke erheblich verlängert und von Neubauten deutlich erhöht werden. Zudem ermöglicht der Verbundwerkstoff nicht nur eine neue Formsprache, sondern spart auch bis zu 80 % Material und Energie. Bauen mit Carbonbeton ist effektiver, effizienter und je nach Einsatzbereich bereits heute deutlich kostengünstiger als das Bauen mit Stahlbeton. Das Interesse am Leicht-bau und vor allem an Carbonbeton wächst überwältigend. Carbonbeton wird bereits heute u. a. beim Neubau von Fußgängerbrücken, Bahnsteigsystemen, einzelnen Wand- und Deckenkonstruktionen aber auch bei der Sanierung von Brücken und Industriebauten eingesetzt. Für das Jahr 2020 plant Sachsen die erste Straßenbrücke aus Carbonbeton. Zudem entsteht bis zum Jahr 2021 das erste komplette Gebäude aus Carbonbeton in Dresden. Auf etwa 200 Quadratmetern soll die Carbonbetonbau-weise eindrucksvoll dargestellt und die massentaugliche Anwendung nachgewiesen werden. Leichtbauen und Carbonbeton sind kein Widerspruch, sondern die Schlüssel-technologie für die nachhaltige Entwicklung im Bereich des Bauwesens.
Das Bundeswirtschaftsministerium sieht Leichtbau als eine „Querschnittstechnologie, die eine enge Vernetzung und Kooperation der relevanten Branchen, Materialien und Technologien entlang der Wertschöpfungskette über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes erfordert.“ Die erfolgreiche Umsetzung der Carbonbetonbauweise dient dabei als das Best-Practice-Beispiel für den Leichtbau in Deutschland.
In Kooperation mit der Initiative Leichtbau und der HANNOVER MESSE lädt das Ministerium zum ersten Leichtbau-Gipfel am 02. April 2019 von 13:00 bis 17:00 Uhr ein. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wird die Konferenz eröffnen und die Auftaktrede halten.
Weitere Informationen zum Best-Practice-Beispiel finden Sie unter: https://www.bauen-neu-denken.de/wp-content/uploads/2019/03/Best-Practice-Bei-spiel_Carbonbeton.pdf
Weitere Informationen zum Leichtbau-Gipfel finden Sie unter: https://www.hanno-vermesse.de/de/news/erster-leichtbau-gipfel-auf-der-hannover-messe-102976.xhtml
Titel: C³-Projekt
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Zeitraum: 2013 – 2021
Konsortialführer: Technische Universität Dresden sowie der
C³ – Carbon Concrete Composite e. V. (C³ e. V.)
Projektpartner: Konsortium aus über 160 Firmen, Verbänden und Institutionen
Ihre Ansprechpartner: Chris Gärtner
Öffentlichkeitsarbeit C³
Email: Chris.Gaertner@mailbox.tu-dresden.de
Tel.: 0351-484 567 17
Sandra Kranich
Öffentlichkeitsarbeit C³
Email: Sandra.Kranich@tu-dresden.de
Tel.: 0351-484 567 14
www.bauen-neu-denken.de

Quelle: Technische Universität Dresden sowie der
C³ – Carbon Concrete Composite e. V. (C³ e. V.)   29.3.2019





Leipzig 30.03.2019
Bauportal, Bauausführung, Rohbau, Beton- und Stahlbetonarbeiten

 

Photo Ulrich Knöll
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Dipl.Volkswirt Ulrich Knöll
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