Mikogo Feeds abonnieren Ihren XING-Kontakten zeigen

Vergabe   Auftragsvergabe vom 22.02.2016 84028 Landshut Modernisierung und Automatisierung der elektrotechnischen und maschinentechnischen Anlagen der Wasserkraftwerke in Lands

AV-ID 61054

Ausführungsort: 84028 Landshut

Jetzt diese interessierten >>
Unternehmen anzeigen >>
Premium-Insider-Funktion

 

Ergebnisse

3

 

Öffentlicher Auftraggeber

84028 Landshut

Die Stadtwerke Landshut betreiben 3 Wasserkraftwerke zur Stromerzeugung, eine Wasserkraftschnecke und 2 Wehranlagen. Die Kraftwerke sind Flusskraftwerke in der Isar bzw. deren Zuflüssen und liegen im Stadtbereich von Landshut.
Die Baujahre und Nennleistungen der Wasserkraftwerke sind wie folgt: Kraftwerk Maxwehr 1954 mit 4,9 MW; Kraftwerk Ludwigswehr 1982 mit 1,6 MW; Kraftwerk Gerlmühle 1984 mit 750 kW und Wasserkraftschnecke 2011 mit 30 kW. Die Baujahre der beiden Wehranlagen Maxwehr und Ludwigswehr sind jeweils 1954.
Die Steuerung des Kraftwerks Maxwehr erfolgt über eine rund um die Uhr besetzte Warte vor Ort mit einem 6 Mann starken Schichtpersonal. Zugleich ist die Warte im Kraftwerk Maxwehr Störungsleitstelle für sämtliche Bereiche der Stadtwerke Landshut (Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Parkhäuser, Fernwärme und Tunnel). Die Kraftwerke Ludwigswehr und Gerlmühle sind unbesetzt, die Steuerung erfolgt vor Ort, die Überwachung von Störmeldung und Betriebsmeldungen wird in der Warte im Kraftwerk Maxwehr überwacht.
Alters- und betriebsbedingt sollen alle Kraftwerke elektrisch bzw. mechanisch in den folgenden 3-5 Jahren modernisiert, automatisiert und in ein gemeinsames Leitsystem integriert werden. Angedacht ist, dass die Warte im Kraftwerk Maxwehr auch als Störungszentrale im Zuge der Modernisierung aufgelöst und in die Leitwarte des Biomasse-Heizkraftwerkes der Stadtwerke Landshut integriert wird.
Eine unabdingbare Forderung an die Automatisierung und an das Leitsystem besteht darin, eine Direktvermarktung nach dem EEG zu ermöglichen.
II.2.1)Gesamtmenge bzw. -umfang:
Gegenstand des im Verhandlungsverfahrens nach SektVO zu erteilenden Auftrags sind die Leistungen der Planung für Technische Anlagen Anlagengruppen 4, 7 und 8.
1. Kraftwerk Maxwehr: Modernisierung und Automatisierung:
Das vordringlichste ist die Automatisierung des Wasserkraftwerkes bis zu einem Grad, bei dem das Wasserkraftwerk im BoB (Betrieb ohne ständige Beaufsichtigung) gefahren werden kann. Die dafür notwendigen Anpassungen sollen hierbei in enger Absprache Planer mit Betreiber ermittelt werden.
Aus Betreibersicht sind dafür zumindest Anpassungen bei den Hydraulikreglern notwendig, die bislang vom Personal manuell von der Warte bedient werden, sowie die Erregung, 5-20 kV Schaltanlage und Niederspannungsschaltanlage, Maschinensteuerung beider Maschinen, Rechenreinigungsmaschine, Vakuumpumpen und die Ölversorgungsanlage für beide Maschine geprüft werden sollen die Notwendigkeit einer Notstrombeleuchtung, einer Brandmeldeanlage die Möglichkeiten zur Leistungsoptimierung. Hinzu kommt die komplette Erneuerung der Elektroinstallation im gesamten Wasserkraftwerk sowie die Erneuerung der im Kraftwerksgebäude integrierten 20 kV Schaltanlage.
Die im Zuge der Automatisierung obsolete Warte im Wasserkraftwerk Maxwehr soll aufgelöst und in das ca. 3 km entfernte Biomasse-Heizkraftwerk verlegt werden. Die dazu notwendigen Anpassungen sollen hierbei ermittelt werden. Weiter soll das Wasserkraftwerk in das Leitsystem eingebunden werden, welches von der zentralen Leitwarte im Biomasse-Heizkraftwerk gesteuert und überwacht werden kann.
Da auch im Wasserkraftwerk in diesem Zeitraum eine maschinelle Revision notwendig wird, soll diese zumindest zeitlich in die Stillstandszeit, bedingt durch die Automatisierung, integriert werden bzw. planerisch begleitet werden.
1a. Wehranlage Maxwehr: Modernisierung und Automatisierung:
Die Planungsleistung umfasst die Sanierung der Wehranlage und im Bedarfsfall die Erneuerung der Steuerung sowie die mechanische Erneuerung für einen reibungslosen BoB Betrieb.
2. Kraftwerk Ludwigswehr: Modernisierung und Automatisierung:
Die elektrische Steuerung der Maschinen, der Rollschütze und die Kühlung sollen erneuert werden. Im Zuge der Erneuerung können elektrische Anpassungsarbeiten an der Rechenreinigungsmaschine erforderlich sein.
Altersbedingt muss die 20 kV Schaltanlage ebenfalls erneuert werden. Die Elektroinstallation der Maschinen und der 20 kV Schaltanlage sollen im gleichen Zuge erneuert werden. Geprüft werden sollen außerdem die Notwendigkeit einer Brandmeldeanlage und die Möglichkeiten zur Leistungsoptimierung. Weiter soll das Wasserkraftwerk in das Leitsystem eingebunden werden, welches von der zentralen Leitwarte im Biomasse- Heizkraftwerk gesteuert und überwacht werden kann.
Einbindung in das Leitsystem:
Die Wasserkraftschnecke Ludwigswehr, die sich in unmittelbarer räumlicher Nähe zum Kraftwerk Ludwigswehr befindet, soll in das entstehende Leitsystem der 3 vorgenannten Kraftwerke integriert werden. Die dafür notwendigen Umbauarbeiten sollen ebenfalls Aufgabe der Planung sein.
3. Kraftwerk Gerlmühle: Modernisierung und Automatisierung:
Die elektrische Steuerung der Maschine, das Rollschützes, die Kühlung und die Rechenreinigungsmaschine soll erneuert werden. Altersbedingt muss die 5 kV Schaltanlage ebenfalls erneuert werden. Die Elektroinstallation der Maschinen soll im gleichen Zuge erneuert werden. Geprüft werden sollen außerdem die Notwendigkeit einer Brandmeldeanlage und die Möglichkeiten zur Leistungsoptimierung. Weiter soll das Wasserkraftwerk in das Leitsystem eingebunden werden, welches von der zentralen Leitwarte im Biomasse-Heizkraftwerk gesteuert und überwacht werden kann.
Es ist somit voraussichtlich mit insgesamt 3 Maßnahmen zu rechnen, die in 6 Bauabschnitte unterteilt werden können, Gesamtkosten sind ca. 5 000 000 EUR.
Gegenstand des im Verhandlungsverfahrens nach SektVO zu erteilenden Auftrags sind die Leistungen der Planung für Technische Anlagen Anlagengruppen 4 und 7-8 gem. § 53 HOAI, LPH 1-3 und 5-9 § 55 HOAI für die Modernisierung und Automatisierung der Flusskraftwerke der Stadtwerke Landshut mit den dazugehörigen Wehranlagen.
Die Maßnahmen sind voraussichtlich innerhalb von 3 bis 5 Jahren umzusetzen (Planungs- und Bauzeit), die nachfolgende Gewährleistungszeit beträgt 4 Jahre, es sind VOB-Verträge für die Bauleistungen vorgesehen. Die Beauftragung erfolgt je Kraftwerk und stufenweise.
Die Beauftragung soll mit den Vertragsmustern des Auftraggebers (HIV-KOM) erfolgen.
II.2.2)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen: Der Auftraggeber behält sich vor, zusätzliche Maßnahmen und Anlagengruppen der HOAI § 53 zu beauftragen.
Die Beauftragung wird voraussichtlich stufenweise hinsichtlich erforderlicher Leistungsphasen und Anlagenteilen vorgenommen werden. Die Beauftragung LPH 4 HOAI § 55 d. h. Einholung von Genehmigungen z. B. wasserrechtliche Genehmigungen ist eine Option.
Option Wehranlage Ludwigswehr: Modernisierung und Automatisierung Altersbedingt muss die Steuerung und die Elektroinstallation der Antriebstechnik erneuert werden. Der Erneuerungsgrad muss einen reibungslosen BoB Betrieb zulassen.
Option Leitsystem-Integration:
In die Leitwarte sollen evtl. auch das Leitsystem anderer Sparten der Stadtwerke Landshut integriert werden.
Mechanische Komponenten anderer Sparten sind nicht Bestandteil der Option.
Besondere Leistungen sind voraussichtlich die Bestandsaufnahme und evtl. eine Vorplanung für eine Turbinenoptimierung.



Im Vollständigen Bekanntmachungstext

Ausschreibung

Verhandlungsverfahren (VOF)

Dienstleistung

- Sanierungobjekt
- Kraftwerksanlagen- Wasserkraft

 

Bauportal, Bauplanung, Fachingenieur, Elektrotechnik, Gebäudetechnik, Ingenieurbau, Kraftwerke, Kernkraftwerke, Thermische Kraftwerke, Windkraft