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Ausschreibung   Ausschreibung Region Gießen, Wetzlar, Marburg, Dillenburg für Providerdienstleistungen im Telekommunikationsbereich

Ausschreibung Los-ID 615412

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Ausbau der Breitbandversorgung in Treis, Stadtteil der Stadt Staufenberg (Kreis Gießen)
Ausbau der Breitbandversorgung
5. Leistungsbeschreibung
Art und Umfang des Auftragsgegenstandes :
ALLGEMEINES
Die Stadt Staufenberg sieht in der Versorgung seiner Bürgerinnen und Bürger sowie der Gewerbetreibenden und freien Berufe mit Breitbanddiensten einen wichtigen Auftrag zur Verbesserung der Lebens- und Standortbedingungen in der Kommune.

Im Stadtteil Treis besteht ein erheblicher Bedarf an schnellem Internet.

Eine Erkundung des örtlichen Breitbandmarktes hat ergeben, dass ein Breitbandausbau dringend erforderlich ist. Marktversagen wurde festgestellt.

Auf der Grundlage ermittelten Ausbaubedarfs wird ein Interessenbekundungs-verfahren mit anschließendem Verhandlungsverfahren durchgeführt.

LEISTUNGSBESCHREIBUNG:
Das Interessenbekundungsverfahren bezieht sich auf den Stadtteil Treis der Stadt Staufenberg (Kreis Gießen), in dem keine bzw. keine ausreichende Breitbandversorgung vorhanden ist, nachfolgend als Versorgungsgebiet bezeichnet.
Der zu versorgende Stadtteil geht aus der topographischen Karte des Stadtgebietes hervor (Versorgungsgebiet). Die derzeitige Versorgung mit Internet sieht wie folgt aus:

Treis
Im Stadtteil Treis stehen 6 Kabelverzeiger (Kvz). Der Stadtteil wird vom Hauptverteiler in Lollar über 2 Erdtrassen von Mainzlar kommend versorgt. In der Ortslage haben heute 39 % der Haushalte die Möglichkeit eine DSL-Versorgung mit DSL-light (unter 1 Mbit/s) zu erhalten. Für die anderen 61 % ist heute keine DSL-Versorgung über Festnetz möglich. Haushalte insgesamt: ca. 1070.

Als Information steht Ihnen eine Topographische Karte zur Verfügung. Die Standorte der Kvz der Deutschen Telekom sind durch die Anbieter zu ermitteln und einzuplanen.

Zu erbringen ist die Planung, Errichtung und Unterhaltung/Wartung einer flächendeckenden Breitbandversorgung gemäß der unter 5. ausgeführten Anforderungen. Eine verbindliche Realisierung der geplanten Vorhaben ist zu garantieren. Neben der Errichtung bzw. dem Ausbau und der Unterhaltung der Netzinfrastruktur soll die Endkundenversorgung mit Triple Play Diensten (Fernsehen bzw. Video-on-Demand, Telefonie, Voice-over-IP und Internet) technisch realisierbar sein.

Der Netzausbau sollte im Jahr 2013 begonnen und abgeschlossen werden.


ANFORDERUNGEN UND FORMALE VORGABEN:
Anbieter entsprechender Breitbandversorgungslösungen haben folgende Anforderungen und Vorgaben zu beachten und diese entsprechend bei der Abgabe des Angebotes darzustellen:

5.1. Das Angebot muss einen konkreten Zeitplan zum Netzausbau, aus dem Meilensteine nach Bauabschnitten ersichtlich sind, und eine Darstellung der Übertragungstechnologie beinhalten.

5.2. Die verwendete Technologie und die Form ihrer Realisierung sowie die Wartung durch den Auftragnehmer ist für eine Nutzungsdauer von mehr als 10 Jahren auszulegen.

5.3. Es ist eine Mindestübertragungsrate von 16 Mbit/s Downloadrate und 1,6 Mbit/s Uploadrate für das gesamte Versorgungsgebiet zu garantieren. In 90% des Versorgungsgebietes sollen es zwischen 25 Mbit/s und 50 Mbit/s Downloadrate sein.

5.4. Die Netzverfügbarkeit ist mit >=97 % / Jahr für Privatkunden und >= 99 % /Jahr für Geschäftskunden zu garantieren.

5.5. Ausfallsicherheit soll bei < 0,5%/Tag liegen.

5.6. Es muss ein effizientes Netzkonzept zugrunde gelegt werden, das die KVz Einzugsbereiche der Telekom Deutschland berücksichtigt, allerdings auch sicherstellt, dass das zu errichtende Netz den Anforderungen einer effizienten Netzstruktur entspricht.

5.7. Vom Anbieter ist darzustellen, für wie viele Anschlüsse das Versorgungsnetz mit oben genannter Leistung ausgelegt werden kann. Es ist sicherzustellen, dass es bei einem Anschluss von zusätzlichen Kunden zu keiner Verringerung der Bandbreite oder einem Verlust an Qualität kommen kann.

5.8. Der Anbieter hat die vorhandene Infrastruktur (z.B. Verrohrung) zu nutzen und den Ausbau von Parallelstrukturen zu vermeiden.

5.9. Der Breitbandausbau soll so erfolgen, dass auch Mitbewerber in der Lage sind, die neu geschaffene Infrastruktur zu nutzen (sogenannter offener Zugang bzw. Open Access) um eine entsprechende Dienstevielfalt für Bürger und Gewerbe zu ermöglichen. Es werden Aussagen im Angebot erwartet, wie der offene Netzzugang auf Infrastrukturebene realisiert ist. Der Bewerber hat etwaige Mehrkosten für die Herstellung des offenen Zugangs auf Infrastrukturebene zu benennen und in dem Angebot zu berücksichtigen.

Bewerber, die keinen offenen Zugang (Open Access) zu ihrer Netzinfrastruktur anbieten, legen dar, ob und wie die Infrastruktur nach Ablauf der vorgegebenen Nutzungsdauer für andere Anbieter nutzbar ist.

5.10. Sofern Komponenten oder Infrastruktur der Telekom Deutschland im Ausbaukonzept an- bzw. eingebunden werden, ist
o auf Basis der Einzugsbereiche der Deutschen Telekom ein wirtschaftlich, technisch und qualitativ optimierter Aus- bzw. Überbau der vorhandenen Infrastruktur (Kabelverzweiger (KVz) usw.) zu garantieren sowie konzeptionell und planerisch aufzuzeigen.
o eine nachweislich mit der Telekom Deutschland abgestimmte Strukturplanung vorzulegen, die die geforderte technische und störungsfreie Verfügbarkeit sicherstellt.

5.11. Im Angebot sind Wartungs- und Serviceleistungen (Supportstruktur) zu beschreiben. Der potentielle Auftragnehmer hat zu erläutern, wie und in welchem Umfang er den Anforderungen nachkommen wird. Vom Anbieter sind alle garantierten Leistungen der Versorgungslösungen zu benennen.

5.12. Sofern im Ausbau und Vermarktungskonzept enthalten, sollen Möglichkeiten einer zusätzlichen Wertschöpfung (z.B. durch weitere Carrier) und einer unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligung der Stadt Staufenberg daran bzw. an der entstehenden Netzinfrastruktur aufgezeigt werden.

5.13. Grad der Versorgung / Abdeckung der Fläche im Versorgungsgebiet (Siehe Nr. 4.)

Zusätzliche Anforderungen für Funkverbindung:
5.14. Beanspruchung von Grundstücken/Antennenstandorten:
Wie viele Funkmaststandorte sind/werden in dem im IBV bezeichneten
gebiet errichtet und welche außerhalb des bezeichneten Gebietes
errichteten oder geplanten Funkmaststandorte leuchten dieses Gebiet aus?
5.15. Wie ist die Funkleuchtung der zu Punkt 5.12. gemeldeten Funkstandorte
(Zur Darstellung bitte ich eine Karte im Maßstab 1:25.000 beizufügen)?
5.16. Wie viele Haushalte (Gebäude) können unter Berücksichtigung der
Topografie und des Dämpfungswertes (bitte nennen) mit welcher
Bandbreite bei der zu Punkt 5.13. angegebenen Funkleuchtung bis zu
welcher Entfernung vom Mast dauerhaft und zuverlässig erreicht werden?
5.17. Angaben zu:
o Frequenzbereich
o Strahlungsleistung
o Schutzabstände nach gültiger BImSchV
o Sicherheitskonzept gemäß TKG

Darüber hinaus erwarten wir für leistungsgebundene und leitungsungebundene Vernetzung folgenden Angaben:

5.18. Zukunftssicherheit durch Netzerweiterung:
o Vergrößerung Teilnehmerzahl und Versorgungsgebiet
o Möglichkeiten der Erhöhung der Bandbreite

5.19. Kosten, Tarife und Vertragslaufzeit für die Kunden
o Tarife und einmalige Kosten (Einrichtungskosten und Kosten für erforderliche Anschlussgeräte) für Kunden
Voraussetzungen: Monatliche Kosten je Anschluss für den Teilnehmer darf marktübliche Werte nicht überschreiten
o Mindesvertragslaufzeiten
o Angebote von Telefonie und Voice-over-IP, Fernsehen bzw. Video-on-Demand und Internet
o Kosten für Telefonie / Flatrate für nationale Gespräche

Neben den o.g. Anforderungen sind im Angebot zu folgenden formale Vorgaben entsprechende Angaben zu machen:

5.20. Befähigungsnachweis
5.20.1. Nachweis fundierter Erfahrung im Bau von glas- und funkfaserbasierten Telekommunikationsnetzen (Netzarchitektur, Netzplanung, Tiefbauplanung, Tiefbau, Koordination und Überwachung Tiefbau, Genehmigungsverfahren, Setzen von Outdoor-Gehäusen, Einziehen und Beschalten von Glasfaser, Montage und Inbetriebnahme von Systemkomponenten). Nachweis fachlicher Kompetenz und der erforderlichen Zulassung, Lizenzen und Verträge
5.20.2. Fachkunde und nachweisbare Referenzen mit Ansprechpartnern für Planung, Aufbau, Service (24/7) und Wartung für Netze, die der Konzeption entsprechen.
5.20.3. Kenntnisse über passive und aktive Netzkomponenten der Telekom Deutschland (KVz, HVt, Leitungs- und Rohrtrassen, Outdoor-DSLAM, IP-Netztechnik, etc.) und über Erfahrungen in der Durchführung von Ausbauten für die Telekom Deutschland verfügen.
5.20.4. Erbringen von Kundenservice (Störungsannahme, managen von Trouble Tickets, Meldung von Zwischenständen und Fehlerbehebungen) gewährleisten.
5.20.5. Der Anbieter muss in der Lage sein, den Fieldservice im gesamten Versorgungsgebiet zu realisieren. Einen 24h/7d-Service für die Wartung und Reparatur des Netzes, innerhalb der marktüblichen
Reaktions- und Reparaturzeiten ist zu realisieren. Ein Servicekonzept für Behebung von Störungen und Ausfällen ist einzureichen.
5.20.6. Der Anbieter muss mindestens drei Jahre Erfahrung im geforderten Geschäftsbereich haben und über ausreichend überprüfbare und vergleichbare Referenzen (etablierte Installationen vergleichbarer Größe, bitte Kennzahlen angeben, wie z. B. Betreuung von z. B. mindestens 2.000 KVz, etc.) verfügen. Referenzen aus den letzten 3 Jahren nachweisen.
5.21. Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Unternehmens
5.21.1. Umsatz lt. Geschäftsbericht der letzten drei Geschäftsjahre im TK-Sektor
5.21.2. Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts
5.21.3. Anzahl Mitarbeiter im TK-Sektor
5.21.4. Vorhandensein der erforderlichen personellen und sachlichen Ressourcen, um das Vorhaben in der geplanten Zeit durchzuführen
5.21.5. Erklärung des Unternehmens, dass es sich nicht in einem Insolvenzverfahren befindet und keine Umstände vorliegen, welche seine Zuverlässigkeit in Frage stellen können
5.22. Im Angebot ist der benötigte Zuschussbedarf (= “Wirtschaftlichkeitslücke“) zu nennen und plausibel aufzuschlüsseln (Netzausbaukosten, Betriebskosten, Standortkosten, geplante Anzahl Kunden für die geplante Nutzungsdauer und Einnahmen im selben Zeitraum).
5.23. Ein HR-Auszug und eine Gewerbeanmeldung sind beizulegen.
5.24. Benötigte Genehmigungen (z.B. Handwerks- oder Innungskammern) sind vorzulegen.
35 - Gießen, Wetzlar, Marburg, Dillenburg
Öffentlicher Auftraggeber
Beschränkte Ausschreibung nach öffentlichem Teilnahmewettbewerb
Dienstleistung
DE: Deutschland
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