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Ausschreibung Los-ID 2061047

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Stadt Gräfenberg/Markt Egloffstein/Markt Wiesenttal_Sanierung historischer Familienbäder i.d. Fränkischen Schweiz_Freianlagen
Stadt Gräfenberg/Markt Egloffstein/Markt Wiesenttal_Sanierung historischer Familienbäder i.d. Fränkischen Schweiz_Freianlagen

II.1.4)

Kurze Beschreibung:

Die Stadt Gräfenberg, der Markt Egloffstein sowie der Markt Wiesenttal beabsichtigen im Rahmen einer gemeinsamen gelegentlichen Beschaffung (§ 4 VgV) die Sanierung ihrer historischen Freibäder in der Fränkischen Schweiz. Die Freibäder aus den 30er Jahren sollen saniert und in zukunftsfähige und nachhaltige Freibäder umgewandelt werden.

Vergeben werden mit diesem Auftrag die Leistungsphasen 2-9 des Leistungsbildes Objektplanung Freianlagen gem. § 39 HOAI i. V. m. Anl. 11 Nr. 11.1 gemäß Teil 3 Abschnitt 2. Die Vergütung erfolgt je Freibad gesondert. Enthalten sind hierin alle Kosten der KG 500, also Becken, Beckenumgänge usw..

Als Besondere Leistung wird die Mitwirkung bei der Erstellung des Verwendungsnachweises sowie die überwachung der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist beauftragt.

II.1.5)

Geschätzter Gesamtwert

II.1.6)

Angaben zu den Losen

Aufteilung des Auftrags in Lose: nein

II.2)

Beschreibung

II.2.2)

Weitere(r) CPV-Code(s)

71200000 Dienstleistungen von Architekturbüros

71222000 Dienstleistungen von Architekturbüros bei Freianlagen

71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen

II.2.3)

Erfüllungsort

NUTS-Code:

DE248 Forchheim

Hauptort der Ausführung:

Historische Familienbäder i. d. Fränkischen Schweiz Gräfenberg/Egloffstein/Wiesenttal Erfüllungsort für die Leistungen des Auftragnehmers ist die Baustelle, soweit die Leistungen dort zu erbringen sind, im übrigen der Sitz des Auftraggebers., Freibad Streitberg Am Freibad 7 91346 Wiesenttal - OT Niederfellendorf, Freibad Gräfenberg Egloffsteiner Straße 91322 Gräfenberg, Freibad Egloffstein Badstraße 91349 Egloffstein

II.2.4)

Beschreibung der Beschaffung:

Die Stadt Gräfenberg, der Markt Egloffstein sowie der Markt Wiesenttal beabsichtigen im Rahmen einer gemeinsamen gelegentlichen Beschaffung (§ 4 VgV) die Sanierung ihrer historischen Freibäder in der Fränkischen Schweiz. Die Freibäder aus den 30er Jahren sollen saniert und in zukunftsfähige und nachhaltige Freibäder umgewandelt werden. Die Planungsleistungen für alle 3 Bäder werden je Leistungsbild an einen Auftragnehmer gemeinsam vergeben.

Im Wesentlichen sind nach dem derzeitigen Stand folgende Maßnahmen geplant, wobei die nachfolgende Aufzählung nicht abschließend ist:

— Sanierung der 3 Schwimmbecken (Gründung, Betonarbeiten, Edelstahlausführung) inkl. wasserführender Außenanlagen (Rinnen, Reinigungsbereiche),

— Sanierung der Schwimmbadtechnik (Leitungen, Schwallwasserbehälter, Filteranlagen, Pumpen) mit teilweiser Erweiterung der Technikgebäude,

— Sanierung der 3 Kinderplanschbecken,

— Sanierung der Sanitäranlagen (Gräfenberg),

— Herstellung der Barrierefreiheit,

— Sanierung der Außenbereiche in direktem Zusammenhang der Becken (Pflaster),

— Egloffstein: Anschluss an Biomasse-Wärmenetz, falls nicht über Landesmittel [Leitung ist bereits vorhanden].

Bezüglich der Gebäude in den beiden Bädern sind folgende Maßnahmen geplant:

Freibad Streitberg: Sanierungsmaßnahmen denkmalgeschütztes Funktionsgebäude

Freibad Gräfenberg: Einbau eines Behindertenraumes kombiniert mit Babywickelraum im Bestandsgebäude, sonstige Anlagen bleiben unberührt.

Freibad Egloffstein: Neuorganisation bestehendes Sanitärgebäude, Abbruchbestand Gebäudeteile, Umbaumaßnahme Umkleidebereich; sonstige Teile bleiben unberührt.

Die bestehenden Gebäude sollen erhalten bleiben. Die Zufahrt Streitberg ist nicht ganz einfach.

Die beteiligten Kommunen müssen Investitionen insgesamt von über 6 Millionen EUR netto aufbringen. Aus dem Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit wurden für das Projekt Fördermittel in Höhe von 3,8 Millionen EUR in Aussicht gestellt.

Die Besonderheit im vorliegenden Fall ist, dass die Baumaßnahme im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit erfolgen soll. Eine entsprechende Zweckvereinbarung ist bereits geschlossen worden. Die Planungsleistungen werden je Leistungsbild in einem Vergabeverfahren für alle 3 Bäder beschafft. Die Verträge werden mit der jeweiligen Kommune geschlossen.

Für die Beantragung der Fördermittel mussten bereits Grobüberlegungen in den einzelnen Bädern stattfinden. Diese sind den Vergabeunterlagen beigefügt. Auf die Präsentation Koordinierungsgespräch im Bundesprogramm am 6.10.2020 wird explizit verwiesen.

Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen bei etwa 6 Millionen EUR netto. Die Aufteilung der einzelnen Kostengruppen in den einzelnen Bädern ist der den Vergabeunterlagen beigefügten Aufstellung Nettokosten zu entnehmen. Die dort aufgeführten Kosten sind die aktuellen Ansätze von denen ausgegangen wird.

Die Planung und Bauausführung muss zügigst erfolgen. Eine Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme, d. h. aller 3 Bäder, muss zwingend bis 31.12.2024 erfolgen, da dies eine Auflage der Förderbehörde ist. Die bauliche Fertigstellung soll schon im November 2024 erfolgen. Ob eine parallele Ausführung oder eine Ausführung in Bauabschnitten stattfinden wird, ist im Rahmen der Planung zu entwickeln.

Die Leistungen werden ab Leistungsphase 2 (Statik ab Lph. 1) vergeben. Der laufende Betrieb in den Bädern ist zu berücksichtigen.

Für die Planung und Ausführung der Baumaßnahme wichtig ist, dass die baukulturellen Ziele des Bundes unterstützt werden, ebenso die bundespolitischen Ziele: Barrierefreies Bauen und Nachhaltigkeit (ökologische sowie ökonomische Dimension) [Informationen hierzu unter

https://www.fib-bund.de/Inhalt/Leitfaden/

oder

http://www.sport-jugend-kultur.de

]. Auch sind die Belange von sehbeeinträchtigten Menschen zu berücksichtigen. Die Planung soll bzgl. der Barrierefreiheit mit dem Behindertenbeauftragten des Kreises abgesprochen werden.

Das Gebäude im Freibad Streitberg steht unter Denkmalschutz (Baudenkmal), sodass hier auch eine schriftliche Aussage vom Amt für Denkmalschutz bzgl. der geplanten Maßnahme einzuholen ist.

Eine Fotodokumentation über den Projektverlauf ist zu erstellen. Diese Aufgabe ist den bauausführenden Firmen zu übertragen und als Auflage in den Bauausschreibungen vorzusehen.

Ferner ist ein Bauausgabebuch sowie ein Bautagebuch für jedes Teilprojekt (also jedes Freibad) zu führen, dies auch durch die Planungsbüros.

Das Projekt wird im Rahmen der Förderung als ein Projekt gesehen. Jedes Bad ist jedoch getrennt abzurechnen, dies ist zu berücksichtigen.

Eine Unterstützung der Planungsbüros bei der Erstellung des Verwendungsnachweises ist notwendig. Der Verwendungsnachweis ist spätestens 12 Monate nach Ende des Bewilligungszeitraums vorzulegen.

Zwingend zu beachten sind die Richtlinien für die Durchführung von Zuwendungsmaßnahmen (RZBau). Diese können unter

https://fib-bund.de/Inhalt/Richtlinien/RZBau/

abgerufen werden.

Die Fertigstellung der Baumaßnahmen muss zwingend im Jahr 2024 erfolgen! Die Planungsbüros müssen über entsprechende Kapazitäten verfügen, um dies sicherstellen zu können.

Die Förderbestimmungen sind zwingend einzuhalten!

Den beteiligten Kommunen ist es äußerst wichtig, dass die Planungsbüros sehr schnell auf Abruf reagieren können. Wöchentliche Jour-Fix-Termine sollen stattfinden.

Vergeben werden mit diesem Auftrag die Leistungsphasen 2-9 des Leistungsbildes Objektplanung Freianlagen gem. § 39 HOAI i. V. m. Anl. 11 Nr. 11.1 gemäß Teil 3 Abschnitt 2. Die Vergütung erfolgt je Freibad gesondert. Enthalten sind hierin alle Kosten der KG 500, also Becken, Beckenumgänge usw.

Als Besondere Leistung wird die Mitwirkung bei der Erstellung des Verwendungsnachweises sowie die überwachung der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist beauftragt.

II.2.5)

Zuschlagskriterien

Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt

II.2.6)

Geschätzter Wert

II.2.7)

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

Beginn: 15/12/2021

Ende: 31/12/2028

Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein

II.2.9)

Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden

Geplante Mindestzahl: 3

Höchstzahl: 5

Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

1. wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: Umsatz (netto):

Durchschnitt der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre beim Leistungsbild Objektplanung Freianlagen:

50 Punkte: ab 600 000 EUR Umsatz / Jahr

30 Punkte: ab 400 000 EUR Umsatz / Jahr

10 Punkte: ab 200 000 EUR Umsatz / Jahr

2. Technische und berufliche Leistungsfähigkeit:

2.1.) Bürokapazität/Personalstärke:

50 Punkte: ab 4 Architekten / Ingenieuren

30 Punkte: ab 3 Architekten / Ingenieuren

10 Punkte: ab 2 Architekten / Ingenieuren

2.2.) Referenzen: Referenzportfolio Bewerber (Büro): Freibäder (Sanierungen, Umbauten, Neubauten)

Referenzprojekte können eingereicht werden (und werden gewertet), sofern die Fertigstellung (Bezugsfertigkeit/Inbetriebnahme) im Zeitraum 1.1.2013 bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung genannten Bewerbungsfrist erfolgt ist. [HINWEIS: Referenzprojekte können auch dann eingereicht werden, sofern nur Teilleistungen beauftragt wurden. Unabhängig davon ist die Fertigstellung (Bezugsfertigkeit/Inbetriebnahme) maßgebend für die Wertung eingereichter Referenzen].

Die 3 besten Referenzen werden gewertet. Die Referenzen werden jeweils anhand nachstehender Kriterien bewertet. Je Kriterium werden die unten aufgelisteten Punktzahlen vergeben. Pro Referenz können somit maximal 100 Punkte erreicht werden. (Entscheidend ist jeweils die höchste erreichbare Punktzahl je Kriterium)

Die Vergleichbarkeit der Referenzen im Rahmen der Gesamtschau wird anhand folgender Kriterien beurteilt:

— Anzahl der Referenzen,

— Art der Aufgabenstellung:

— 20 Punkte: Freianlagen (inkl. Becken) für Freibäder [Hinweis: sollten Becken als Ingenieurbauwerke eingestuft worden sein und die Leistungen vom AN erbracht worden sein, so ist dies auch wertbar],

— 10 Punkte: sonstige Freianlagen ab Honorarzone IV,

— Art der Durchführung:

— 20 Punkte: Sanierung/Umbau,

— 10 Punkte: Neubau,

— Erfahrung mit Fördermitteln,

— 20 Punkte: Erfahrung vorhanden,

— 0 Punkte: Keine Erfahrung vorhanden,

— Leistungsumfang,

— 20 Punkte: mind. 90 % der Leistungen in den Leistungsphasen 2-8 des Leistungsbildes Objektplanung Freianlagen (oder IBW) erbracht,

— 10 Punkte: mind. 50 % der Leistungen in den Leistungsphasen 2-8 des Leistungsbildes Objektplanung Freianlagen (oder IBW) erbracht.

— Größenordnung:

— 20 Punkte: Freianlagenplanung (oder IBW) ab anrechenbaren Kosten von 750 000 EUR netto,

— 10 Punkte: Freianlagenplanung (oder IBW) mit anrechenbaren Kosten zwischen 200 000 EUR netto und 750 000 EUR netto,

— 0 Punkte: Freianlagenplanung (oder IBW) mit anrechenbaren Kosten unter 200 000 EUR netto.

Der Auftraggeber behält sich vor, Referenzauskünfte einzuholen. Bei der Wertung der Referenzen finden positive oder negative Auskünfte Berücksichtigung. Bei negativen Auskünften führt dies zu einer geringeren Bewertung dieser Referenz.

Bei Leistungen, die nicht nach der HOAI erbracht wurden (bei Leistungen außerhalb Deutschlands oder durch Büros außerhalb Deutschlands), ist darzulegen, dass die erbrachten Leistungen mit denen der HOAI vergleichbar waren.

II.2.10)

Angaben über Varianten/Alternativangebote

Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein

II.2.11)

Angaben zu Optionen

Optionen: ja

Beschreibung der Optionen:

Stufenweise Beauftragung - jeweils für Freibad Gräfenberg, Freibad Streitberg und Freibad Egloffstein

Stufe 1: Leistungsphasen 2, 3 u. 4

Stufe 2: Leistungsphase 5

Stufe 3: Leistungsphasen 6 u. 7

Stufe 4: Leistungsphase 8

Stufe 5: Leistungsphase 9

II.2.13)

Angaben zu Mitteln der Europäischen Union

Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein

II.2.14)

Zusätzliche Angaben

In der oben genannten Vertragslaufzeit ist auch die Lph. 9 enthalten. Das Bauvorhabens ist zwingend bis Ende 2024 fertigzustellen.

Projektbezogene Unterlagen (Zusammenstellung Nettokosten, Präsentation zum Koordinierungsgespräch im Bundesprogramm vom 6.10.2020) werden den Bewerbern von Anfang an in den Vergabeunterlagen zur Verfügung gestellt.
Öffentlicher Auftraggeber
Verhandlungsverfahren
Dienstleistung
DE: Deutschland
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